wp-1468449637316-700x700

Pokémon Quo?

Vergiss Virtual Reality, Augmented Reality (AR) wird überall für ein ganz neues WTF Level sorgen, und mit WTF meine ich zum Beispiel, dass es viele Leute überhaupt erst gewahr werden lässt, in was für verschiedenen Realitäten sie leben.

KalosFilter_2016-06-10-10-54-39

Plakate zwischen Kommen und Gehen

Der eigentliche Ort des Plakats ist aber der öffentliche Raum, in dem es sich durch seine Vergänglichkeit auszeichnet. Es ist per Definition ephemeral, flüchtig, und bildet in dieser Eigenschaft die Lebendigkeit einer Szene ab, die sich immer wieder neu erfinden muss, weil sie immer wieder vereinnahmt werden wird, und die sich immer wieder ihren Raum erkämpfen muss, um die Grenzen ihrer immer kleiner werdenden Freiheiten kämpfen muss. Durch Stadtplanung, durch Sicherheitsbeschränkungen, durch ein gestörtes Ruhestörungsverständnis, durch finanzielle Engpässe in einer von sozialen Kürzungen im Rahmen einer Sparpolitik geprägten Gesellschaft, die Kultur kaum mehr als wertvoll erachtet. So steht das Plakat für einen Kulturentwurf, der ständig in Bewegung bleiben muss. Indem sie die Flüchtigkeit umarmt, die Veränderung von sich selbst als Qualität begreift, statt daran zu resignieren, umarmt diese Kultur ihre eigene Unmöglichkeit im gegebenen kulturellen Klima: ein liquider Kulturentwurf an der immerwährenden Arbeit mit Raum und Form und Inhalt.

vr

Virtual Reality und Kunst – re:publica 2016

Virtual Reality und Kunst – Vortrag von eve massacre auf der re:publica 2016. VR heißt Kunstwerke erleben statt sie nur zu betrachten. VR Kunst erleben als Susan Sontags Erotics of Art? Was ist mit Körperlichkeit und Identität? VR Kunst schafft einen Raum voll Möglichkeiten, aber das eigentliche Werk entsteht erst in Interaktion von User und Technologie. Laut McLuhan kann uns Kunst helfen, psychische und soziale Konsequenzen der nächsten großen Technologie einschätzen zu lernen, aber ist Raum für solche Kunst, wenn Konzerne, Marketing, Kriegsbranche die Mittel stellen?

01-reclaim

RECLAIM THE NIGHT LOUNGE – Lasst uns gemeinsam etwas gegen Übergriffe im Nachtleben tun

Im Folgenden findet ihr einen Impulsvortrag samt Slides, den ich für die Reclaim The Night Lounge gemacht habe. Das Veranstalterkollektiv musikverein, bei dem ich mitmache, versucht mit verschiedenen Anstößen derzeit gegen Übergriffe im Nachtleben aktiv zu werden – und anderen Lust darauf zu machen, selbst aktiv zu werden. Davon ist dies ein Teil.

ReclaimTheNightLounge-1604-blog

Reclaim The Night Lounge – ein Interview zum Abend

Heute Abend findet im Zentralcafé K4 die Reclaim The Night Lounge statt, ein Abend gegen sexuelle Übergriffe im Nachtleben. Ich habe dazu einer Lokalzeitung ein Interview gegeben, das es hier in voller Länge gibt.

Bildschirmfoto_2016-02-01_um_15.21.00

WILDE PLAKATE

Ich freue mich, dass ich für nanuk_s Wilde Plakate Zine etwas beitragen konnte und morgen zu seiner Ausstellungseröffnung für einen kleinen Vortrag mit Gedanken zu Plakatkunst, Sub- und Kreativkultur eingeladen bin. ❤ —————— Wilde Plakate Von 10.03. bis 13.03. im Edel Extra Nürnberg Nanuk hat einen Namen. Phillipp Dittmar ist das stille enfant terrible der Nürnberger Subkulturszene, […]

wp-1457610159142.jpg

Immerhin schreibt Meike Lobo nicht, diese „moderne Frauenbewegung“ müsse rhythmisch sein

Gerade am Weltfrauentag ein dermaßen unsolidarischer, falsch vereinfachender und entstellender Text von einer Frau, Meike Lobo, in einer so großen Zeitung – das machte mich wütend. Glückwunsch Zeit.de, Ziel erreicht. Und dann noch den Konterrartikel nachlegen und noch mal so viele Klickzahlen abholen.

10575379_10153332020399205_1354904125042517916_o

That’s why the lady is a fan – Frauen, Fankultur und dieses Internet

Weibliche Fankultur war schon immer mehr war als nur Schwärmerei für einen Star, sondern auch Ausbruch aus (sexueller) Repression und Community als verstärkendes Kollektiv. Von Teengirl Fan Communities von Bobby Soxers 1944 bis Directioners heute. Warum Fankultur im Pop schon immer eine weibliche Domäne war. Riot Grrl habe ich mir als eine historische Landmarke herausgepickt, die den Aspekt der weiblichen Solidarität verstärkt hat, aber auch die Distanz zwischen Fan und Künstler*in aufzuheben gesucht. Diese Distanzverringerung hat mit dem Einfluss der Digitalisierung und Internetkultur auf Fantum noch mehr zugenommen. Sie brachten aber gleichzeitig auch mehr Konkurrenz und eine Hyperkommerzialisierung. Das wiederum führt dazu, dass Stars ihre Fans durch eine Reverse Fan Culture bei der Stange halten müssen. Dank Internet gibt es mehr denn je Formen, in denen Fankultur ausgelebt wird, und sich darüber ausgetauscht wird. Als eine interessante Form werd ich kurz auf Fanfic eingehen. Und dann auch noch als spezifisches Beispiel auf Beyoncés Flawless Musikvideo, das für mich ganz speziell für das sich verändernde Verhältnis von Star und Fan, für internetspezifisches Marketing und Musik stehen kann. Und abschließend werd ich kurz darauf eingehen, ob es nicht ein positiver Ausblick sein könnte, derivate Kunst nicht als rein nostalgisch anzusehen, als „Retromania“, wie es Reynolds nannte, sondern über das Verstehen dieser Kunst als Fankultur, sie als zukunftsverheißenderen Entwurf zu sehen: als „configurable culture“, wie es Aram Sinnreich nannte.

Wieder besser – Bowie, Rigaer, #ausnahmslos, Reclaim The Night

Übergriffe im Nachtleben… Wir dürfen keine Angst davor haben, als Spaßverderber oder Szenepolizei dazustehen, nur weil wir das sichtbar machen. Denn den Spaß verdirbt es uns schon lange. Nun wird es höchste Zeit, ihn sich zurückzuholen.

#ausnahmslos

Es gibt einige, die sagen, angesichts von Köln von anderen Erlebnissen von sexualisierter Gewalt zu sprechen, sei ‚Derailing‘ und wir würden die Ereignisse ‚für unsere Zwecke missbrauchen‘. Joa. Die meisten, die das IMT sagen, haben einen weißen männlichen Background, meist Mittelschicht aufwärts und bisschen älter. Selbst bei diesem Thema versuchen sie, die Definitionsmacht in Anspruch […]