K4 / Künstlerhaus Nürnberg, photo: eve massacre

Zynismus, Politics und Trump

Seit Tagen oder Wochen will ich als reflektierendes Nachbeben zur Trump-Wahl bloggen. Doch wo anfangen? Was gibt es noch Sinnvolles zu ergänzen? Ich versuche es jetzt einfach mal, weil Bloggen für mich immer eine gute Methode war, um Gedanken zu sortieren und einzuordnen. Und ich wollte mir sowieso wieder den Anspruch abgewöhnen, dass Blogposts immer…

Blame alle außer die Rechten, Kapitel 9857744

Derzeit gibt es einen ekelhaften Backlash von "Identitätspolitik"-Feinden und Konservativen gegen Bewegungen für soziale Gerechtigkeit, die gern unter "Political Correctness" oder "Identitätspolitik" gefasst werden, geframed werden. Er erfolgt auf ganz verschiedenen Niveaus und in verschiedenen Nuancen: Das geht vom deutschen Blogrant oder der Sibylle Berg Kolumne im Spiegel bis zu New York Times, Vox.com, Daily…

Eröffnungsrede zur Vernissage von „Holy Queers & Tricky Myths“

Ich hatte die Ehre, bei der Ausstellungseröffnung von “Holy Queers & Tricky Myths – Vom Schein der falschen Heiligen” von und mit Florian Aschka, Wilhelm Binder, Georg Klüver-Pfandtner, Larissa Kopp, Berivan Sayici und Miroslava Svolikova in der Galerie Bernsteinzimmer ein paar einführende Worte zu sprechen. Hier die Möglichkeit zum Nachlesen und eine große Empfehlung, die…

Kulturvisionen – Podiumsdiskussion zum Umbau des K4 Nürnberg

Heute Abend findet im K4 Hinterzimmer eine Podiumsdiskussion zu einem geplanten Umbau des K4/Künstlerhaus statt, die mein Veranstalterkollektiv, der musikverein, organisiert hat. Für mich stellen die Pläne bei allem veranstaltungstechnisch praktischem Charakter einen herben kulturellen Verlust dar, eine Gentrifizierung des K4.

Es gab nie einen Cyberspace – mein SPIEGEL Interview zu digitaler Kommunikation, Information und Vernetzung

Ich wurde vor kurzem von Susanne Weingarten für DER SPIEGEL Wissen zu allem möglichem rund um digitalisierte Kommunikation, Information und Vernetzung interviewt. Danke auch an Florian Generotzky, der mir für eine Fotosession im K4 vorbeigeschickt wurde. Macht meinereiner ja auch nicht alle Tage. :) Hier blogge ich euch die ungekürzten Antworten. Eve Massacre, wie lange bloggen…

Andreas Maier – Wäldchestag

Andreas Maier - Wäldchestag "Die Heimat sei immer das Fremdeste. Wer die Welt kennenlernen will, sollte lieber daheim bleiben."  Die Südtiroler Bergidylle ist schon eine wunderbare Kulisse, um Andreas Maiers Wäldchestag zu lesen. Als würde es die hektische absurde Temposteigerung am Ende des Romans unterstreichen, hat sich vor ein, zwei Stunden auch noch eine mächtig…

SISSY BASS Party heute Nacht und ein neuer Mix: VR2 GOODAH NEWAY

SISSY BASS Party heute Nacht und ein neuer Mix: VR2 GOODAH NEWAY "No matter what they say, we're too goodah anyway" Gnucci Heute Nacht gibt's endlich mal wieder eine SISSY BASS Party - meine kleine Future Beats & Bass Club Night. Mit auflegen werden zwei meiner Lieblings-DJs was diese Musikecke anbelangt: MAUNZ und SHVMVIN SHVMPVIN.…

Plakate zwischen Kommen und Gehen

Der eigentliche Ort des Plakats ist aber der öffentliche Raum, in dem es sich durch seine Vergänglichkeit auszeichnet. Es ist per Definition ephemeral, flüchtig, und bildet in dieser Eigenschaft die Lebendigkeit einer Szene ab, die sich immer wieder neu erfinden muss, weil sie immer wieder vereinnahmt werden wird, und die sich immer wieder ihren Raum erkämpfen muss, um die Grenzen ihrer immer kleiner werdenden Freiheiten kämpfen muss. Durch Stadtplanung, durch Sicherheitsbeschränkungen, durch ein gestörtes Ruhestörungsverständnis, durch finanzielle Engpässe in einer von sozialen Kürzungen im Rahmen einer Sparpolitik geprägten Gesellschaft, die Kultur kaum mehr als wertvoll erachtet. So steht das Plakat für einen Kulturentwurf, der ständig in Bewegung bleiben muss. Indem sie die Flüchtigkeit umarmt, die Veränderung von sich selbst als Qualität begreift, statt daran zu resignieren, umarmt diese Kultur ihre eigene Unmöglichkeit im gegebenen kulturellen Klima: ein liquider Kulturentwurf an der immerwährenden Arbeit mit Raum und Form und Inhalt.

Virtual Reality und Kunst – re:publica 2016

Virtual Reality und Kunst - Vortrag von eve massacre auf der re:publica 2016. VR heißt Kunstwerke erleben statt sie nur zu betrachten. VR Kunst erleben als Susan Sontags Erotics of Art? Was ist mit Körperlichkeit und Identität? VR Kunst schafft einen Raum voll Möglichkeiten, aber das eigentliche Werk entsteht erst in Interaktion von User und Technologie. Laut McLuhan kann uns Kunst helfen, psychische und soziale Konsequenzen der nächsten großen Technologie einschätzen zu lernen, aber ist Raum für solche Kunst, wenn Konzerne, Marketing, Kriegsbranche die Mittel stellen?