NOSTALGIE DER STRASSENFOTOGRAFIE – TEIL 2: Privates im Öffentlichen

Die Querelen um Straßenfotografie machen Spannungen sichtbar, die mit unseren immer stärker überwachten und digital durchdrungenen Leben zugenommen haben. Während manche Straßenfotografen argumentieren, dass die Gesetze zu unserem Persönlichkeitsrecht veraltet seien, könnte das eigentlich auf sie selbst zutreffen.

Nostalgie der Straßenfotografie – Teil 1: Straßenfotografie im Kampf gegen das Gesetz

Die Querelen um Straßenfotografie machen Spannungen sichtbar, die mit unseren immer stärker überwachten und digital durchdrungenen Leben zugenommen haben. Während manche Straßenfotografen argumentieren, dass die Gesetze zu unserem Persönlichkeitsrecht veraltet seien, könnte das eigentlich auf sie selbst zutreffen.

Sprache is Duke

Zu oft werden Meinungskundgebungen in Social Media auf einen (suggerierten) Tonfall reduziert - "die regen sich mal wieder auf" - statt dass Inhalte ernstgenommen werden. Deswegen hätte ich die Kritik an dem Bild nicht als "den Empörer und die Empörten" beschrieben, wie es Martin im Teaser für den Text durchgerutscht ist.* "Empört", das ist das neue "hysterisch" und die kleine Schwester vom "Shitstorm" und dem "Twittermob". Und der Großneffe von "Social Justice Warrior", "PC-Polizei" und "Gutmensch". Es hat einen abwertenden Beigeschmack, der die damit gekennzeichnete Meinung als nicht ernstzunehmend markiert, sie rhetorisch zu entmachten sucht, die Kritik als nicht berechtigt abtut. Und ist mindestens so hoffnungslos überstrapaziert wie dass ich hier mit dem x-ten Text zu #tilogate aufwarte.