Antifeminismus, Manosphere und verletzte Männlichkeit als Einstieg nach Rechts

Onlinerekrutierung und Radikalisierung nach Rechts in der Manosphere, der Männerrechtszene und warum sich für Rechte Frauenfeindlichkeit so gut eignet, um in der Mitte der Gesellschaft anzudocken.

Ach, dieses Wählen!

Über Politik jenseits von Feminismus, Queer Rights oder Antirassismus zu sprechen und schreiben war für mich lange Zeit ein No-Go, weil selbst meine sonst wirklich heißgeliebten linken Kreise recht gut darin sind, so gut wie jede Form von öffentlicher politischer Äußerung, die nicht genug Theoriebildung vorzuweisen hat, als naiv abzutun oder wegen einzelner Punkte komplett…

Kill All Normies – ein Faszinationsproblem

Eine englische Version dieses Posts ist hier veröffentlicht worden und eine tl;dr Version wird es in Druckform geben, in Analyse & Kritik. “this is not a book about the alt-right. It is an anti-Left polemic.”Jordy Cummings ‘the centre’ – as a proclaimed area of shared, sensible assumptions about the values, needs and possibilities of a…

Rassismus-Kehrwoche: RegierungTM vs Facebook the Hutt

“Warum kümmern Maas und Merkel plötzlich Hasspostings auf Facebook? Ein menschlich-herziges Ablenkungspflasterl, damit die Verschärfung der Flüchtlingspolitik nicht so schmerzt? Oder Imagepflege für SchlandTM?”
“Super, dass dank Facebook, dem Spiegel der Gesellschaft, der rechte Dreck nun sichtbar ist? Für Flüchtlinge und andere Betroffene wohl kaum.”
“Auch Rassist*innen können schließlich Social Media managen und Facebook ist ein verdammter Verstärker.”

#Merkelstreichelt – Regieren ex negativo und wer shitstormt hier wen?

Die Stimmen der Menschen auf Social Media einerseits in ihrer Signalwirkung für Relevanz zu nutzen, sie für Inhalte zu melken, aber andererseits diese Menge von Menschen, die auf Twitter ihre Kritik äußern, die weder Ausbildung noch Podium und Reichweite von Medienleuten haben, mit solch einer, ja, Schadenfreude, Häme, mit soviel Hass, mit so einem andauernden Shitstorm von Negativpresse runterzurreden, kleinzuhalten – darin steht eine unglaubliche Arroganz diesen Stimmen gegenüber, die ja auch die Leserschaft, das eigene Publikum darstellen, dass es ein Armutszeugnis für den Journalismus ist.

Wilde Plakate

Nachdem denen, die sich – oft in ihrer Freizeit – für ihre Art von Kultur engagieren, und die keine andere Möglichkeit mehr haben, als hin und wieder auch wild zu plakatieren, weil die Stadt alles andere unerschwinglich und damit schlicht unmöglich gemacht hat, ist es doch wirklich blanker Hohn sie jetzt dafür auch noch anzuzeigen. In welche Nischen sollen wir uns denn noch zurückziehen, in dieser Stadt, die alle Kreativität, die sich nicht unter die Fuchtel bringen lassen will, und sich nicht für’s Stadtimage vermarkten lässt, ausmerzen will?

Sprache is Duke

Zu oft werden Meinungskundgebungen in Social Media auf einen (suggerierten) Tonfall reduziert – “die regen sich mal wieder auf” – statt dass Inhalte ernstgenommen werden. Deswegen hätte ich die Kritik an dem Bild nicht als “den Empörer und die Empörten” beschrieben, wie es Martin im Teaser für den Text durchgerutscht ist.* “Empört”, das ist das neue “hysterisch” und die kleine Schwester vom “Shitstorm” und dem “Twittermob”. Und der Großneffe von “Social Justice Warrior”, “PC-Polizei” und “Gutmensch”. Es hat einen abwertenden Beigeschmack, der die damit gekennzeichnete Meinung als nicht ernstzunehmend markiert, sie rhetorisch zu entmachten sucht, die Kritik als nicht berechtigt abtut. Und ist mindestens so hoffnungslos überstrapaziert wie dass ich hier mit dem x-ten Text zu #tilogate aufwarte.

“””Kunst””” – Vortrag für Edel Extras ästhetische Prozesse

Donnerstag, 5.3., hatte ich das Vergnügen, für die Kunstwochen im Edel Extra, einem kleinen Raum für ästhetische Prozesse, neben drei anderen Vorträgen folgenden von mir zu halten. Beeindruckend war Hermann Glaser, vor dessen scharfen Verständnis und Witz ich mich wieder mal verneige. Von seinem Credo “Jeder muss ‘Klopstock’ sagen können!” bis zur Kritik an affirmativer…