ÜBER

* Ich bin Künstlerin, Autorin, Bloggerin, DJ und Musikerin, Veranstalterin, Aktivistin.

* Ich blogge auf evemassacre.de auf englisch und auf breakingthewaves.de auf deutsch. Meine Kernthemen sind Netztheorie (Social Media) und Kultur der Digitalität, Popkritik und Soziopolitisches.

* Wie alle vernünftigen Superheld*innen bevorzuge ich es, meine Kräfte dazu zu nutzen, Menschen zusammenzubringen, eine Community zu unterstützen, statt sie für Ruhm und Reichtum einzusetzen. Wenn mich aber jemand für einen Vortrag oder als DJ oder für einen Artikel / Essay einladen möchte, sage ich dazu auch meist nicht nein, wenn der Kontext passt, denn: a girl gotta eat. Mit Vorträgen war ich z.B. bei Salon der unerfüllten Wünsche, city/data/explosion, re:publica, TechnoGenderBodies (LMU) zu Gast, interviewt wurde ich z.B. zu Social Media und Augmented Reality schon von an:schläge und Der Spiegel.

Vorträge, für die ich derzeit gebucht werden kann:

  • That’s why the lady is a fan
    Fankultur in der Popkultur wird häufig als sehnsuchtsvoller Blick auf den Star aus der Ferne verstanden. Eve Massacre macht sich auf Spurensuche, von Bobbysoxers bis zu Directioners, von Gilmore Girls bis zu Fanfiction, und überlegt, inwiefern ein solches Fanverständnis dazu beiträgt, eine Genderkluft im Pop aufrechtzuerhalten. Gerade mit dem Blick auf die nicht-männlichen Fans stellt sie die Frage, ob durch verschiedene Formen der Vernetzung – von Riot Grrl bis tumblr-Memes, von derivater Kultur bis zu configurable culture – inzwischen neben einer hyperkommerzialisierten auch eine interaktivere und selbstermächtigendere Fankultur gewachsen ist.
  • Matrix und die Manosphere – verletzte und vernetzte Männlichkeit als Einstieg in rechtes Denken
    Frustrierte Männlichkeit, die sich online vernetzt, findet oft in einer brodelnden Einstiegszene für die neue Rechte ein zu Hause. Von 4chan- und Reddit-Trolltum, über Gamergate oder Dark Enlightenment, bis hin zur Pick Up Artist- und Männerrechtsszene, ziehen sich Radikalisierungsstrukturen zur selbsternannten “Alt-Right” oder der Identitären Bewegung. Es ist ein loses, ideologisches Netzwerk, dass sich in seinen Desinformationskampagnen gerne bei Pop- und Memekultur bedient. Die rote Pille aus dem Film Matrix wird zum Bild für einen verschwörungstheoretisch-augenöffnenden Moment gegenüber misogyner und rechter Ideologie: Redpilling, als ein Ausdruck, der sowohl bei Männerrechtsszene als auch bei Rechten gern in Abgrenzung zum angeblich verblendeten Rest der Gesellschaft Verwendung findet, wird in diesem Vortrag als ein Beispiel herausgegriffen.
  • Augmented Reality und der Virtualitätsmythos rund um digitale Kultur
    Augmented Reality als Technologie – Augmented Reality als Verständniskonzept – Erweiterung unserer Realität und Identität durch Technologie am Beispiel  Social Media – Social Media und Identitätskonzepte – Digitalisierte Arbeit als Beispiel für Prägung durch Technologie, Tech Bias – Self-Tracking als Self-Work, Quantified und Qualified Self – Digital Companion Species, co-human beings
  • Virtual Reality und Kunst – Anything goes? Warum es sollte
    VR heißt Kunstwerke erleben statt sie nur zu betrachten. VR Kunst erleben als Susan Sontags Erotics of Art? Was ist mit Körperlichkeit und Identität? VR Kunst schafft einen Raum voll Möglichkeiten, aber das eigentliche Werk entsteht erst in Interaktion von User und Technologie. Laut McLuhan kann uns Kunst helfen, psychische und soziale Konsequenzen der nächsten großen Technologie einschätzen zu lernen, aber ist Raum für solche Kunst, wenn Konzerne, Marketing, Kriegsbranche die Mittel stellen?Zu diesem Vortrag, den ich auch bei der re:publica TEN hielt, schrieb Jan Köhler:
    “eve massacres Vortrag „VR und Kunst – Anything goes? Warum es sollte“ ist für uns die eigentliche Keynote zum Schwerpunkt Immersive Arts, thematisiert die technischen Voraussetzungen und ihre Risiken, grenzte die Kunst in virtuellen Realitäten als „Kritik ermöglichende Instanz“ von Werbung, Marketing, Design und Entertainment ab, denkt über das zukünftige Publikum nach.”
  • Let’s talk beyond sex, baby! – Einführung in einen Queer-Begriff 
  • Reclaim The Night! – Gemeinsam das Nachtleben sicherer gegen Übergriffe machen
    Konzepte für Betroffene/Gäste/Veranstaltende

Außerdem arbeite ich gerade an einem weiteren Vortrag zu Urbanismus, der am 29.9.18 in Esslingen Premiere haben wird:

  • Stadtspekulationen
    Wir können uns eher das Ende der Welt vorstellen als ein Ende des Kapitalismus, schrieb Mark Fisher. Ebenso ließe sich feststellen: Wir können uns eher das Ende der Welt vorstellen als ein Ende des Patriarchats und der heteronormativen Gesellschaft. Und wenn der Begriff Spekulation im Kontext “Stadt” fällt, denken wir automatisch an Grundstücke, mit denen private Investoren als Geldanlage spielen, aber nicht an utopische oder kritische Stadtentwürfe. Im Bereich Speculative Fiction gibt es sie: Da wird spielerisch die Zukunft erkundet, Möglichkeiten und Varianten erfunden, in abgegrenzten Räumen umgesetzt und erforscht, vom utopischen Sci-Fi Roman bis zu einer ganzen Stadt, die für Kriegsübungen gebaut wird. Dieser Vortrag sucht nach Beispielen mit queer-feministischen, urbanen Ansätzen von Speculative Fiction in der Popkultur. Er überlegt, wie Speculative Fiction für eine Stadt der Frauen* und Marginalisierten aussehen und als kritisches und erforschendes Instrument eine Teilhabe an Stadtentwicklung eröffnen könnte, und gibt eine Antwort auf die Frage, was Pokémon Go mit feministischer Urban Speculative Fiction zu tun hat.

Dazu kommt die Musik:

* Im grandiosen non-profit Promoterkollektiv ‘musikverein organisiere ich Konzerte, Club Nights, Vorträge. Love of my life.

* Ich präge seit bald zwanzig Jahren die Nürnberger Clubkultur in Form diverser Partyreihen mit. Derzeit hoste ich zwei Club Nights im Zentralcafé bzw. ab Oktober in der Kantine (K4 /Künstlerhaus) in Nürnberg:

  • ORCHID, eine IndieDanceRiotPopElectroBass Queer Party
  • DRAMA post-genre clubbin, electronic club music

Ich mag es, nicht nur DJ zu sein, sondern von Konzept über Artwork bis zur Deko alles selbst auszuarbeiten.

Aber ich bin auch immer wieder gerne mal “nur” als DJ unterwegs. Als DJ war ich schon an vielen Orten in Deutschland, aber auch schon in Budapest, Utrecht oder London; beim Crossing Europe Filmfestival in Linz, in AZs wie der Gerberstraße in Weimar sowie in Clubs wie der Roten Sonne in München zu Gast. Als DJ buchen könnt ihr mich

  • für ein poplastigeres IndieDanceRiotPopElectroClashBeatsBass Set à la ORCHID
  • für hybriden, futuristischeren post-genre Clubsound à la DRAMA

 

Was ich sonst noch so tue oder tat – eine Auswahl:

* Ich designe Artwork. Für das ich irgendwann mal eine Galerie auf dieser Website anlegen werde. Einst, wenn ich mal viel Zeit habe…

* Ich habe für den www.socialmediawatchblog.org kuratiert und gebloggt. Wir versuchten, die Nachrichtenflut zu Social Media und Gesellschaft in einem Newsletter und Blog reduziert und kritisch zusammenzufassen.

* Ich mache manchmal Features / Kommentare für Radio Z, wo ich auch schon diverse eigene Sendungen gemacht habe, zuletzt FUTURE CONTENT, was ich auf Mixcloud auch als Podcast stehen habe.

* Ich bin eine der Herausgeber*innen von ‘Rebel Girl – Popkultur und Feminismus‘ (Ventil Verlag, 2013), einem Reader mit Texten meiner schwerst vermissten Freundin und Heldin Tine Plesch (R.I.P.)

* Und Print gibt’s ja auch noch: Ich schreibe immer wieder mal für die testcard, zuletzt über Nathan Jurgensons Webtheorien (den Text habe ich inzwischen auch hier zugänglich gemacht), Analyse & Kritik u.a., habe jahrelang auch selbst ein Zine mitherausgebracht, das YOT.

* Auch als Übersetzerin gebe ich mich gern mal her, vor allem wenn es um so tolle Autorinnen geht wie Zeynep Tufekci, deren Text “Ist das Internet gut oder schlecht? Ja.” ich für Mediums MATTER ins Deutsche übersetzt habe.

* Ich tourte früher mit meiner DIY-Postpunk-Grrl-Band The Flamingo Massacres quer durch Europa. Hier gibt’s noch unsere EP und unser Album zu hören. Danach tauchte ich in die Tiefen des Internets um in der internationalen Mashup-Szene mitzuspielen und dann so langsam anzufangen, meine eigene Musik zu produzieren. Wozu ich leider immer wieder viel zu wenig Zeit habe.

* Woher kommt der Name “eve massacre”? Er spielt auf ‘the flamingo massacres‘ an, den Namen meiner alten Band, die sich nach einem Kapitel in Irvine Welshs ‘Marabou Stork Nightmares’ benannte. Er ist schon so lange Zeit mein Web- und Künstlerinnenname, dass er sich für mich mehr wie mein Echtname anfühlt, als der in meinem Ausweis.

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